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Falsch

„Antibiotika heilen Erkältungen“ – falsch

Erkältungen sind Virusinfektionen, Antibiotika wirken nur gegen Bakterien – und leichtfertiger Einsatz züchtet Resistenzen, die die Wirkung des Medikaments gefährden, wenn man es wirklich braucht.

Redaktion·Veröffentlicht 17. August 2026·3 Min. Lesezeit
شريط دوائي مغلق يضم اثنتي عشرة كبسولة نصفها أصفر ونصفها أحمر
Maksym Kozlenko / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Die kursierende Behauptung: Wer bei den ersten Erkältungssymptomen ein Antibiotikum nimmt, wird schneller gesund. Das Urteil: falsch.

Die Fakten: Erkältungen werden von Viren ausgelöst, Antibiotika hingegen sind ausschließlich darauf ausgelegt, Bakterien anzugreifen – auf den Verlauf einer Virusinfektion haben sie keinerlei Einfluss. Schwerer wiegt noch: Der unnötige Einsatz begünstigt die Entstehung resistenter Bakterienstämme, die internationale Gesundheitsbehörden zu den größten Bedrohungen der modernen Medizin zählen.

Das Fazit: Ruhe, viel Flüssigkeit und bei Bedarf ein fiebersenkendes Mittel. Ein Antibiotikum wird nur nach der Entscheidung Ihres Arztes verordnet – und erst dann, wenn eine bakterielle Ursache wahrscheinlich ist.

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